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Darknet Einfache Sprache

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Willkommen im Darknet. Das Darknet ist die dunkle Seite des Internets!

Planen Sie einen Workshop? Hier erhalten Sie Anregungen für einen Workshop von 60 Minuten.





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Das Darknet funktioniert anders als das Clearnet.
Vor allem bei der Technik gibt es wichtige Unterschiede.
Im Clearnet werden die Besucher einer Internet-Seite
automatisch mit einem zentralen Anbieter verbunden.
Im Darknet gibt es keine zentralen Anbieter.
Hier verbinden die Nutzer ihre privaten Computer miteinander.
So entsteht ein anonymes Netz-Werk, das Darknet.

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Jeder Internet-Nutzer braucht einen sogenannten Browser.
Das ist ein Programm zum Finden,
Lesen und Verwalten von Internet-Seiten.
Aber Browser wie Mozilla Firefox, Windows Explorer, Safari
oder Google Chrome können nur im Clearnet benutzt werden.
Sie haben keinen Zugriff auf das Darknet und Darknet-Seiten.

Für das Darknet brauchen die Nutzer einen anderen Browser.
Der Browser für das Darknet ist der Tor Browser.
Der Tor Browser kann auch für das Clearnet benutzt werden.
Mit dem Tor-Browser werden die Daten verschlüsselt.
Aber diese Daten-Verschlüsselung braucht Zeit.
Deshalb dauert es mit dem Tor-Browser länger,
bis eine Internet-Seite vollständig angezeigt wird.

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Im Darknet heißen die Internet-Adressen anders.
Das betrifft zum Beispiel die sogenannte Top-Level-Domain
[gesprochen: Top-Läwell-Domän].
So nennt man den letzten Teil einer Internet-Adresse
nach dem Punkt, also zum Beispiel de oder com.
Die Top-Level-Domain im Darknet ist: onion [gesprochen: onjen].
Onion ist englisch und heißt übersetzt: Zwiebel.
Außerdem besteht eine Internet-Adresse im Darknet nur aus
Buchstaben und Zahlen, also zum Beispiel s35tz4h.onion.

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Im Darknet gibt es andere Such-Maschinen als im Clearnet.
Denn Such-Maschinen wie Google oder Bing können
keine Internet-Seiten aus dem Darknet finden.

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Im Darknet geht es um Anonymität, also um Unbekanntheit.
Wer im Darknet etwas kaufen möchte,
kann zum Beispiel nicht mit der Kredit-Karte bezahlen.
Er muss mit einer besonderen Währung bezahlen.
Diese Währung heißt: Bitcoin [gesprochen: Bitt-Keun].
Das ist englisch und heißt übersetzt: digitale Münze.

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Viele Darknet-Nutzer haben Angst vor Überwachung.
Das gilt auch für Personen,
die im Internet kriminelle Geschäfte machen.
Sie nutzen die Anonymität im Darknet,
um sich vor rechtlichen Folgen zu schützen.

In den vergangenen Jahren ist das Darknet
zu einem großen Markt-Platz für verbotene Waren geworden.
Dazu gehören zum Beispiel Drogen,
Waffen, Daten und gefälschte Ausweispapiere.
Aktuelle Untersuchungen zeigen:
Das Darknet wird am meisten für den Drogen-Handel missbraucht.

Aber auch das Darknet hat Sicherheits-Lücken.
Dadurch findet die Polizei manchmal die Personen,
die im Darknet verbotene Geschäfte machen.
Sie bekommen dann eine gerichtliche Strafe.

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Jeden Tag nutzen viele Menschen das Darknet.
Sie alle wollen sich frei im Internet bewegen.
Sie wollen sich anonym mitteilen
und sicher Informationen austauschen.
Die Darknet-Nutzung ist erstmal nicht strafbar,
solange man dabei nicht gegen Gesetze verstößt.
Zu den Darknet-Nutzern gehören vor allem:

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Einige Journalisten suchen Informationen im Darknet.
Und sie tauschen Informationen mit anderen Nutzern aus.
Diese Informationen sind oft streng geheim
und haben eine große Bedeutung für die Politik und Gesellschaft.
Die britische Tages-Zeitung The Guardian hat zum Beispiel
extra ein elektronisches Post-Fach im Darknet eingerichtet.

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Whistleblower ist englisch
und bedeutet: Hinweis-Geber oder Enthüller.
Damit sind Personen gemeint,
die geheime Informationen veröffentlichen.
Dabei geht es oft um Skandale in Unternehmen
oder strafbare Handlungen von Regierungen.

Oft arbeiten Whistleblower selbst in diesen Unternehmen.
Oder sie sind Mitglied in den betroffenen Regierungen.
Aus Schutz nutzen sie immer öfter das Darknet.
Dort können sie die Informationen anonym veröffentlichen.

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In manchen Ländern werden Menschen politisch verfolgt,
weil sie die Politik der Regierung öffentlich kritisieren.
Dann werden sie zum Beispiel verhaftet oder bedroht.
Politisch Verfolgte nutzen das Darknet,
weil sie dort anonym ihre Meinung sagen können.

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In manchen Ländern sind bestimmte Internet-Seiten verboten.
Deshalb nutzen viele Menschen dort das Darknet.
Nur im Darknet können sie alle Internet-Seiten besuchen.

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Menschen-Rechtler setzen sich für die Menschen-Rechte ein.
Sie kritisieren Menschen-Rechts-Verletzungen auf der ganzen Welt.
Dafür werden die Menschen-Rechtler oft bestraft,
also zum Beispiel gefoltert, entführt oder sogar ermordet.
Im Darknet können die Menschen-Rechtler anonym
über Menschen-Rechts-Verletzungen berichten.

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Tobias Plate arbeitete für die Regierung. Er kennt sich vor allem mit Verbrechen aus. 

Er sagt:
„Das Darknet ist nicht gut. Und das Darknet ist auch nicht böse.“

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Whistleblower nutzen das Darknet zum Aufdecken von Missständen mit Schutz vor negativen Konsequenzen. Ein bekannter Whistleblower ist zum Beispiel Edward Snowden.

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Das Darknet ist ein Ort zur Wahrung und Schutz der Anonymität für politisch Verfolgte. Die Gründe der politischen Verfolgung sind unterschiedlich. Homosexualität oder Kritik an einer Regierung kann schnell zur Bedrohung für Personen werden, welche in autokratischen Staaten leben. Diese Menschen haben im Darknet Raum, sich Gehör zu verschaffen. Sie können kommunizieren und - falls sie im Exil leben - ihre Verwandten und Bekannten in der Heimat kontaktieren.

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Das Darknet ist eine Quelle für Journalisten zur Informationsbeschaffung und eine Plattform zur Informationsveröffentlichung und dem journalistischen Austausch.

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Menschen aus Ländern, in denen bestimmte Internetseiten zensiert werden, nutzen das Darknet um Ländersperren zu umgehen.

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Menschenrechter versuchen, politische Missstände ähnlich zu veröffentlichen, um eine die Wahrung der Menschenrechte zu ermöglichen. Dazu nutzen sie zum Beispiel das Darknet wie beim arabischen Frühling.

Menschenrechtler können auch Oppositionelle oder Aktivistensein, die Kritik am Staat äußern und im Sinne der Meinungsfreiheit ihre demokratischen Rechte vertreten.

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