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Digitale Demokratie_Einfache_Sprache_60min

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WAS IST (DIGITALE) DEMOKRATIE?

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MEINUNGSBILDUNG

Im Internet gibt es sehr viele Informationen.
Manchmal hat man das Gefühl,
dass es zu viele Informationen sind.

Was können Sie tun, wenn Sie mehr über ein Thema wissen wollen?

- Informationen im Internet suchen auch in einfacher Sprache
- Freunde fragen, die sich auskennen
- Nachrichte­­n schauen. Auch Nachrichten in einfacher Sprache, die sind langsamer gesprochen

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MEINUNGSMACHE

Einige Nachrichten werden geschrieben, um Meinungen zu ändern.
Es kann auch sein, dass Lügen benutzt werden.
Zum Beispiel, damit sie eine bestimmte Partei wählen.
Oder es werden Hass-Nachrichten geschrieben,
damit jemand nicht mehr antwortet.

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Hass-Nachrichten in den Sozialen Medien können  Beleidigungen sein.
Das Problem für die Demokratie sind aber nicht private
Hass-Nachrichten.
Das Problem sind Hass-Nachrichten,
die andere Meinungen kaputt machen sollen.
Zum Beispiel, weil jemand eine Meinung äußert,
die nicht allen gefällt.
Wenn er Hass-Nachrichten bekommt, traut er sich nicht mehr, seine Meinung offen zu sagen.
Eine Demokratie braucht verschiedene Meinungen 
und Gespräche darüber.

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Fake News sind Lügen.
Fake News können falsche Nachrichten sein
oder falsche Bilder.
Oder Bilder, die mit der Nachricht nichts zu tun haben.
Das kann ein Problem für die Demokratie sein.
Zum Beispiel, wenn Fake News die Meinung von Menschen beeinflussen.
Damit man einer bestimmten Partei glaubt und sie wählt.
Aber oft kann man Fake News in den Sozialen Medien nicht gut von wahren Nachrichten unterscheiden.
Und: Leider kann man sich Fake News gut merken.

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In den Sozialen Medien kann man Menschen und Gruppen folgen.
Folgen heißt: Man mag diese Gruppen.
Die Technik ist so programmiert, dass man nur noch diese Nachrichten sieht.
Und andere Meinungen nicht mehr.
Das ist die Filterblase.
Für die Demokratie bedeutet das:
Man denkt, dass nur diese Nachrichten wichtig sind.
Oder dass es keine anderen Nachrichten gibt.
Für die eigene Meinung ist es aber wichtig,
viele Meinungen zu kennen.

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WAS KANN JEDER EINZELNE TUN?

Jeder kann etwas tun, um die Demokratie stark zu machen.
Alleine, in der Gruppe oder auch als Regierung.
Aber was?
Wir haben ein paar Beispiele beschrieben.

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Wir haben schon gehört:
Es gibt viele Fake News in den Sozialen Medien.
Faktencheck bedeutet:
Nachrichten prüfen und nach der Wahrheit suchen.
Das Gute ist: Dann kann man das Ergebnis lesen und entscheiden, ob die Nachricht stimmt oder nicht.
Und wenn Menschen wissen,
dass es einen Faktencheck gibt, lügen sie weniger.

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Es ist gut, wenn wir alle wissen, wie das Internet arbeitet.
Zum Beispiel, dass es Filterblasen gibt.
Und dass nicht jeder ein Reporter ist, der etwas schreibt.
Und wie wir Fake News erkennen können.
Das können wir alle lernen.
Und dann besser aufpassen bei unseren Entscheidungen.

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Wenn Menschen bedroht oder bestimmt werden,
brauchen sie Hilfe.
Auch damit andere sehen: Da stimmt etwas nicht!
Was kann man tun?
Man kann lernen, wie man auf Hass im Netz antwortet.
Man kann Hass-Nachrichten melden.
Zum Beispiel direkt bei Facebook.
Man kann schlimme Hass-Nachrichten bei der Polizei melden.

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Wir haben heute etwas über Demokratie erfahren.
Auch über Demokratie im Internet.
Und wie wichtig es ist, eine Meinung zu haben.
Und diese auch zu sagen oder zu schreiben.
Nicht jede Bemerkung ist auch eine Gefahr für die Demokratie.
Aber wenn Menschen alles glauben ohne nachzudenken,
kann das für das Zusammenleben in einem Land schlecht sein.

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AUSSAGE 1


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AUSSAGE 1A

Falsch.

Eine solche Aussage ist nicht erlaubt. Das hat zwei Gründe: Erstens wird in der Äußerung zu Gewalt („Hochsicherheitstrakt“, „Schläge“) aufgerufen. Zweitens richtet sich dieser Aufruf gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe („Asylanten“). Eine öffentliche Äußerung wie diese nennt man auch Volksverhetzung. Sie schürt Hass gegen eine Gruppe – meist eine Minderheit – und gefährdet den Frieden in einer Gesellschaft.

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AUSSAGE 1B

Richtig.

Eine solche Aussage ist nicht erlaubt. Das hat zwei Gründe: Erstens wird in der Äußerung zu Gewalt („Hochsicherheitstrakt“, „Schläge“) aufgerufen. Zweitens richtet sich dieser Aufruf gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe („Asylanten“). Eine öffentliche Äußerung wie diese nennt man auch Volksverhetzung. Sie schürt Hass gegen eine Gruppe – meist eine Minderheit – und gefährdet den Frieden in einer Gesellschaft.

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AUSSAGE 2A

Richtig.

Eine solche Aussage ist erlaubt. Der Sprecher verdeutlicht mit „Ich bin nicht einverstanden…“, dass es sich bei der Äußerung um seine eigene Meinung handelt. Jeder kann selbst überprüfen, ob die Behauptung wahr oder falsch ist.

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AUSSAGE 2B

Falsch.

Eine solche Aussage ist erlaubt. Der Sprecher verdeutlicht mit „Ich bin nicht einverstanden…“, dass es sich bei der Äußerung um seine eigene Meinung handelt. Jeder kann selbst überprüfen, ob die Behauptung wahr oder falsch ist.

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AUSSAGE 3A

Solche Sätze werden aktuell häufig geäußert – ob im Fernsehen oder auf Demonstrationen, manchmal auch von Politikern. Doch ist ein solcher Satz erlaubt? Die Antwort lautet: Ja. Aber es kommt darauf an, wo und in welchem Zusammenhang er geäußert wird. Kann man erkennen, dass es sich um eine Meinung handelt („Ich finde, der Islam…“) dann ist eine solche Aussage erlaubt. Werden Menschen in Person diskriminiert oder herabgesetzt, fällt sie nicht mehr unter die Meinungsfreiheit.

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AUSSAGE 3B

Solche Sätze werden aktuell häufig geäußert – ob im Fernsehen oder auf Demonstrationen, manchmal auch von Politikern. Doch ist ein solcher Satz erlaubt? Die Antwort lautet: Ja. Aber es kommt darauf an, wo und in welchem Zusammenhang er geäußert wird. Kann man erkennen, dass es sich um eine Meinung handelt („Ich finde, der Islam…“) dann ist eine solche Aussage erlaubt. Werden Menschen in Person diskriminiert oder herabgesetzt, fällt sie nicht mehr unter die Meinungsfreiheit.

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