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Digitale Freundschaft_90min

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Die Sehnsucht nach wahren Freundschaften ist schon so alt wie die Menschheit selbst. Doch was macht eine wahre Freundschaft aus? Und wie viele wahre Freunde haben Sie? Diese Fragen haben wir mehreren Personen gestellt.

Klicken Sie auf „Audio jetzt starten“ und hören Sie sich die Antworten der befragten Personen an.


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Jeder Mensch definiert Freundschaft anders. Die Wissenschaft kennt folgende Definition für Freundschaft: 

Einige Forscher sehen Freundschaft „als eine freiwillige sowie persönliche Beziehung, die nicht nur auf Unterstützung und Vertrauen beruht, sondern ebenfalls auf Sympathie“. 

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Digitale Freundschaft ist eine besondere Art der Freundschaft, bei der wir uns anderen sehr verbunden fühlen können, ohne sie näher zu kennen. Zum Beispiel, wenn die Verbindung ausschließlich durch ein gemeinsames Interesse zustande gekommen ist und der Austausch hierzu sehr intensiv ist (zum Beispiel Fanclub auf Facebook). Manchmal kann das direkte Umfeld nicht nachvollziehen, dass man sich so häufig austauschen möchte. Zu anderen Themen ist es einfacher, sich mit Fremden auszutauschen. Dadurch erhält die digitale Freundschaft eine ganz neue Qualität.

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„Und wo ist dein Freund?“ Viele Singles sind von dieser Frage genervt. Um ihr zu entgehen, gibt es Apps, die echte Beziehungen vortäuschen.

Beispiele für solche digitalen Fake-Freunde sind Apps wie „Invisible Girlfriend“ (deutsch: „unsichtbare Freundin“) und „Invisible Boyfriend“ (deutsch: „unsichtbarer Freund“). Die Nutzer wählen Name, Alter, Aussehen sowie Persönlichkeit der Fake-Freunde selbst aus. 

Je nach abgeschlossenem Abonnement (kurz: Abo) erhalten Nutzer SMS, Voicemail, Grußkarten, Blumen oder sogar kleine Geschenke vom virtuellen Freund. Auch wenn es sie in Wahrheit nicht gibt – nach außen wirken die digitalen Fake-Freunde täuschend echt.

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Der „Woebot“ (deutsch: Kummer-Bot) ist, ähnlich wie Replika, ein Chatbot. Die Macher haben ihn für Menschen mit Depressionen und Angstzuständen entwickelt. Per Facebook-Chat können sich die Nutzer mit dem virtuellen Therapeuten unterhalten. Der Chatbot ist im Gegensatz zum echten Therapeuten immer erreichbar und soll unter anderem zum positiven Denken anregen.

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Wer seine Sorgen mit echten Menschen teilen möchte, kann dies entweder unter der Nummer gegen Kummer oder im Chat der Telefonseelsorge tun. Hier vertrauen sich die Nutzer anonym einem Experten an und teilen ihm ihre Ängste und Sorgen mit. 

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Jeder vierte Deutsche war bereits im Internet auf Partnersuche. Kennenlern-Apps und -Plattformen spielen dabei eine wichtige Rolle. Das Angebot ist groß. Auf den nächsten Seiten erhalten Sie einen Überblick über Apps, Plattformen und Foren zum Knüpfen von Kontakten. Egal ob Sie Freundschaften, Partnerschaften oder Gleichgesinnte suchen – mit den richtigen Apps und Plattformen werden Sie fündig. 



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Haben Sie selbst bereits Erfahrungen mit Online-Dating gemacht? Wenn Sie wie Michelle und Josh Online-Kontakte knüpfen möchten, sollten Sie einige Sicherheitstipps beachten.

Informieren Sie sich auf der nächsten Seite!





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Nicht nur analog gibt es sie, sondern auch digital: falsche Freunde. Die Bandbreite von falschen Freunden im Netz ist groß: Sie reicht von Cyber-Mobbern bis hin zu Cyber-Stalkern. In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie sich vor falschen Freunden im Netz schützen können.

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Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Jugendlichen ist Cyber-Mobbing ein wichtiges Thema. Cyber-Mobbing ist eine besondere Form des Mobbings. Darunter versteht man das ständige Bloßstellen und Angreifen des Einzelnen im virtuellen Raum. Für die Täter ist der entscheidende Vorteil die Anonymität. Sie können ihre Opfer beleidigen, ohne dabei die eigene Identität preiszugeben.

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Ähnlich wie Cyber-Mobbing ist Cyber-Stalking ein Verbrechen, bei dem Täter ihren Opfern per Internet nachstellen und sie verfolgen. Anders als Cyber-Mobbern geht es Cyber-Stalkern in erster Linie darum, ihrem Opfer nahe zu sein. Die Gründe für Cyber-Stalking sind vielfältig. Sie reichen von unerfüllter Liebe bis hin zu Hass.

Im Video auf der nächsten Seite erzählen die Betroffenen von Cyber-Stalking ihre Geschichte.

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Einsamkeit – Was ist das eigentlich? Laut dem Online-Lexikon für Psychologie und Pädagogik versteht man unter Einsamkeit "das negative Gefühl, von anderen Menschen getrennt und abgeschieden zu sein". Wer unter dem Gefühl der Einsamkeit leidet, fühlt sich oft ausgeschlossen, isoliert und ungeliebt. 

Heutzutage nutzen Menschen oft ihr Smartphone, um dem Gefühl der Einsamkeit zu entfliehen. Daher ist zwischen analoger und digitaler Einsamkeit zu unterscheiden. Den Unterschied erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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Egal ob an der Bushaltestelle oder im Schlafzimmer – das Smartphone ist unser ständiger Begleiter. Mit ihm nehmen wir Kontakt zu anderen Menschen auf und fühlen uns ihnen trotz räumlicher Trennung nahe. Das nennt man „Ambient Awareness“ (deutsch: elektronisch vermittelte Nähe). Kritiker stehen dieser Nähe skeptisch gegenüber. Dank Sozialer Medien sind wir ständig vernetzt und nie allein – und doch fühlen wir uns manchmal einsam. Maximilian Dorner nennt dies „digitale Einsamkeit“.

Digitale Einsamkeit oder digitale Verbundenheit?  Lesen Sie die Fallbeispiele auf den nächsten Seiten.

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Ein intensives digitales Leben mit digitalen Freunden kann zu Glück, aber auch zum Gegenteil führen.

Doch wie wirken sich digitale Tools und Freundschaften auf analoge Beziehungen aus? Und welche Auswirkungen haben digitale Freundschaften auf das Gefühl der Einsamkeit, das manche Menschen verspüren?

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Der durchschnittliche Smartphone-Nutzer schaut mehr als 200 Mal am Tag auf sein Smartphone. Bei Tom (42) dürfte diese Zahl weit höher liegen. Selbst beim gemeinsamen Abendessen mit Freunden kann er sich nicht von seinem digitalen Gefährten trennen. Dieses Verhalten nennt man „Phubbing“. Der Begriff setzt sich zusammen aus „Phone” (Kurzform von Smartphone) und „snubbing” (deutsch: jemanden vor den Kopf stoßen). Indem Tom seinem Smartphone mehr Aufmerksamkeit schenkt als seinen Freunden, stößt er sie mit seinem Verhalten vor den Kopf.

„Leg doch mal dein Smartphone zur Seite, damit du wieder mehr Zeit für deine Offline-Freundschaften hast“, so die Vorwürfe von Toms Freundin. Sie schlägt ihm konkret eine „digitale Diät“ („Digital Detox“) vor.   

Wie stehen Sie zu diesem Vorschlag? Was kann Tom tun, um die Situation zu verbessern?

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Daniel (9) leidet am Asperger-Syndrom. Das ist eine Form von Autismus. Menschen wie Daniel haben Probleme damit, Gefühle anderer nachzuempfinden und zu verstehen. Es fällt ihnen daher schwer, Freundschaften zu schließen und zu pflegen. Die App „Zirkus Empathico“ besteht aus vielen verschiedenen Trainings-Spielen. Mit ihnen lernt Daniel anhand von Kurzvideos, eigene Gefühle und die anderer zu erkennen und zu benennen. Dank der App gelingt es Daniel immer besser, die eigenen Emotionen sowie die seiner Mitmenschen zu deuten. So konnte er erste feste Freundschaften schließen. 

Durch Apps wie diese können Autisten wieder mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Nähere Informationen zur App finden Sie hier.

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Carolin (27) und Jonas (29) sind seit fast zwei Jahren zusammen. Ein leidiges Streitthema in ihrer Beziehung ist oft WhatsApp. Jonas ist oft online und in vielen Gruppen-Chats aktiv. Deswegen klingelt das Smartphone fast im Minutentakt. Caroline ist davon genervt und fühlt sich von Jonas vernachlässigt. Sie möchte, dass er einige der Gruppen-Chats verlässt. 

Wie stehen Sie zu Gruppen-Austritten? Welche Möglichkeiten hat Jonas, um die Situation zu verbessern? Und wie kann Jonas die Gruppen verlassen, ohne dabei die Gefühle seiner Freunde zu verletzen?

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Gruppen-Chat verlassen
Wenn Sie einen Gruppen-Chat verlassen möchten, so können Sie dies bei WhatsApp über die Funktion „Gruppe verlassen“ tun. Das Problem: Die verbliebenen Gruppenmitglieder werden über Ihren Austritt informiert. Das Verlassen von Gruppen wird häufig als unhöflich empfunden. Es signalisiert den verbliebenen Chat-Teilnehmern möglicherweise  Desinteresse. 

Tipp
Kündigen Sie Ihren Austritt vorher an und erklären Sie Ihre Beweggründe. Verabschieden Sie sich höflich von Ihren digitalen Freunden. Bedenken Sie, dass ein Austritt aus Gruppen-Chats dennoch negative Auswirkungen auf Ihre Beziehungen haben kann.

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Internet und Soziale Medien können eine Brücke für Freundschaften und zwischenmenschliche Beziehungen sein. Denn die digitale Verbundenheit bringt viele Vorteile mit sich. In Sozialen Medien lassen sich Momente mit Menschen teilen, zu denen wir räumlich getrennt sind. Das Teilen, Liken und Kommentieren von Beiträgen kann das Gefühl von Einsamkeit in Glück wandeln. In diesem Modul haben Sie viele Möglichkeiten kennengelernt, wie digitale Medien Menschen vernetzen können. Wenn Sie unsere Tipps beachten, brauchen Sie sich auch nicht vor falschen Freunden im Internet zu fürchten.

Eine Zusammenfassung des Moduls finden Sie im Downloadbereich.

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